In der Wortundbildschmiede - Teil 15 - Hallo 2017

Die Aushilfen

 

 

SN:  Hey, Alter, bist du da? Hey, hallo. Nanu, nicht hier. Jens, wo......

      hallo Perle, wo ist Jens?

DP: Jens? Hm, hab´ ihn auch noch nicht gesehen. Ich schau mal, ob eine Nachricht da ist. Ja, hier, ne´ Mail. Oh, er hat einen Termin und kommt

     erst " was weiß ich " wieder. Du möchtest bitte seinen neuen Artikel schreiben. es soll alles geordnet auf seinem Schreibtisch liegen.

SN:  Was soll ich? Seinen Artikel.........., ich? Weißt du, was der immer schreibt? Ich bin nie seiner Meinung, ich bin immer dagegen, dass er

     immer was "davor" setzt, und jetzt soll ich das schreiben, nä, nie. beim ersten Satz, ich sagst dir, beim ersten Satz läuft mir die Galle

     über. Warum....., warum schreibst du nicht?

DP:  nein, nein, ich misch´ mich da nicht rein. Ich bin nicht, ich buchstabiere: n i c h t, im eurem "Kreativteam". Ich soll mich sonst auch

      raushalten, und bin ich mal auf Jens` Seite, bist du sauer auf mich.

SN:  Mal auf jens´ Seite. Ihr seid doch wie, wie....

DP:  Sag jetzt nichts falsches.......

SN:  Wie Zwillinge, so. Immer stimmst du mit ihm überein. Und dann dieses "Kreativteam". Wat soll´n dat. Ich denke, wir.......

DP.  Ja, denk du nur weiter, ich weiß, was ich weiß. wenn es drauf ankommt, wird immer das künstlerische hervorgehoben. Nein, nein,

     lass mich da bitte raus. falls dir übel wird, nimm dir eine Schüssel.

SN:  oh, Mann, prima, falte mich man auch noch zusammen. dann gehe ich eben und such diesen verdammten........., oh, Sch........, Perle, komm´

     mal. Was heißt hier geordnet, guck mal, das ist doch keine Ordnung. Du weißt doch, einmal hat Jens ein Manuskript gesucht und

     kannte sein eigenes ordnungssystem nicht mehr. Such du mal, ich schreibe.

DP:  Hier ist was.

SN:  Zeig mal. Hm, hm. W a s  so l l   d a s. Perle, hier, irgendetwas über trump, schon etwas älter, der ist ja nun schon dran, dann über 

      Waffengewalt und Rassismus und wie stark eine Waffenlobby sein kann. Hä, Was sagst du. wir sind doch keine Nachrichtenagentur.

DP:  Ja, was soll ich davon halten. Jetzt verrennt er sich aber. So war das nicht geplant.

SN:  Und es ist nicht einmal witzig geschrieben, wie seine erste Glosse. Was hat das alles mit uns zu tun. Und wenn er auf irgendwelche

      mißstände hinweisen will, muss er nicht in die weite Welt schauen, nebenan ist genug zu tun. er kann ja mal fragen, wie stark eine

      Autolobby sein kann, wenn die lügen und betrügen, aber juristisch nicht angreifbar sind, aber im Ausland werden sie angeklagt oder wie

      demokratisch es ist, wenn es keine Amtszeitbegrenzungen gibt und wir hier so was wie `ne Erbmonarchie haben. Und ganz besonders

       die letzte Gauck-Rede, dass wir doch jetzt wieder mit ´ner pump-Gun in die Welt hinaus gehen sollten, um den bösen Jungs unsere

       Auffassung von Recht und Ordnung einzubläuen? Siehst du, eigentlich genug zu schreiben. Aber ich nicht, nee. Da schreib´ ich

       nichts zu. Und jens auch nicht. Wenn er wieder da ist, werde ich ihn mal anschnacken.

DP:  Mach das und ich bin dabei. Außerdem dürfen wir uns sowieso nicht mehr beklagen, das ist uns untersagt worden.

SN:  Untersagt? hier? ich denk, wir sind in einem freien Land, dürfen........

DP:  Natürlich. Doch nicht per Gesetz. Moralisch eben, von unserem Moralexperten, im fernsehen.

SN:  Schmickler?

DP:  Oha, den kennst du sogar. Aber nein, der war´s nicht. Der Herr Dieter N. hat´s gesagt bei der Verabschiedung des Jahres 2016.

SN: Herr Nuhr? wie das?

DP:  Nun ja, er meint, es laufen immer soviel Wutbürger rum, so mit: ich bön wötend, so wötend. Dabei sollten wir die Segnungen,

      die wir empfangen wie Wohnung, Heizung und Essen mal würdigen, denn die halbe Welt würde uns darum beneiden, und alle

      wollten zu uns, weil die das nicht haben. Da ist mir erst die Spucke wegegeblieben.

      Alle haben schon wieder nichts, aber wir. Und wir empfangen schon wieder Segnungen, von wem auch immer, bloß nicht durch

      unsere Arbeit. Und darum müssten wir schön demütig alles hinnehmen. So, das ist natürlich alles sehr drastisch ausgedrückt,

      aber die Botschaft. Und noch etwas. Wenn 20.000 Tausend rufen, wir sind das Volk, aber die "falsche" Gesinnung haben, dann stimmt

      die Aussage nicht, dann sind 20.000 Tausend nicht 80 Millionen. Das hat er ausgerechnet und soweit stimmt die

      Arithmetik. Aber wenn 20.000 rufen, wir sind das Volk, die "richtige" Gesinnung haben und ein Regime stürzt, dann sind

     20.000 locker 16 Millionen und diese Rechnung stimmt auch. Es kommt immer auf den Blickwinkel an, wie man an die

     Lösung der Aufgabe herangeht und die, die Wahrheit gepachtet haben, rechnen immer richtig.

SN:  Bist du für die Rechtspopulisten?

DP:  Es geht darum. Demonstranten denken immer, sie vertreten die Meinung der Mehrheit. Und egal, was sie rufen, es sind Schlachtrufe

      außerhalb der eigentlichen Forderungen. Und egal, wie viel Menschen sich versammeln, es ist immer ein Bruchteil der Bevölkerung.

      Insofern ist es nie " Das Volk ". Und wenn du noch so ein guter Staatsbürger bist, wenn du auf die Straße gehst, bist du der Mob,

      bist du die Straße, von der sich die Regierung niemals erpressen lässt, wie sie dann immer betont.  

      Also auch die Montagsdemonstrationen in Dresden waren insofern nie "Das Volk". Wie gesagt, der Blickwinkel macht´s. Ich glaub´,  

      ich halt mich lieber an Schmickler, der zielt immer genau zwischen die Augen.

SN:  Heijeh, Perle, da hast du aber gründlich ausgeteilt. Das ist ja eine richtige Watschen. Hm, also wir schreiben nichts und sprechen

      mit Jens. Sonst noch irgendetwas?

DP:  Ich mag es dir gar nicht zeigen, aber Jens hat noch ein....... Gedicht.......

SN:  Oh nee, Lyrik? Oh, ich hasse Lyrik. Wieso macht er das?

DP:   er schreibt dazu, er glaube, dass dieses kleine Gedicht doch sehr aufbauend ist und positiv wirkt. Also bitte, tu ihm den Gefallen.

SN:   Gib´ schon her. Na, wenigstens nichts mit Reimen........ na. warte, wenn der wieder kommt.

DP:   Ja, ist schon gut. so, nun schreib´. Ich geh´ jetzt. Tschüß

SN:   Tschüß Perle. oh mann, sch..... Gedicht:

 

                                                    morgens

 

                                                   Einmal sah ich,

                                                   am frühen Morgen,

                                                   spät im Jahr,

                                                   zwischen den Bäumen,

                                                   die beinahe nackt,

                                                   und schwarz,

                                                   sich abhoben

                                                   gegen die graue

                                                   Nebelwand,

                                                   eine furchtlose

                                                   kleine

                                                   Helligkeit

                                                   sich tummeln,

                                                   im nassen Trüb´.

                                                   Da wurde ich,

                                                   irgendwie,

                                                   zufrieden, und trotzte

                                                   diesem Tag,

                                                   wie ich es

                                                   morgens

                                                   gesehen hatte.

 

                                                                         JKL 2009

 

 

 

 

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