In der Wortundbildschmiede - Teil 10 - Letzte Kaffeetafel 2015

JL: Hallo Freunde. Schön euch zu sehen. Ich hoffe, ihr habt Weihnachten gut verlebt und das ihr es überlebt

     habt, sehe ich ja. Unser letztes Treffen dies Jahr. Oft kamen wir ja nicht zusammen.

DP: Sehr merkwürdig. Hattet ihr denn kein Projekt?

JL: Doch, wir haben doch diese Zirkusgeschichte.

SN: Oh, Mann, erinnere mich bloß nicht daran, die liegt mir schwer im Magen. Ich krieg` das einfach nicht auf

       die Reihe.

JL: Ja, ich weiß. Du hast schon des Öfteren geklagt.

SN: Mann, geklagt.... . Wie du das sagst. Geklagt, geklagt. Lassen wir das. Ich finde einfach keinen Zugang zur

      Geschichte, um überhaupt mal paar Ideen für Bilder zu haben. Ich fühl´ mich völlig daneben. Nächstes Jahr,

      Mann, nächstes Jahr muss ich voll darauf konzentrieren, sonst kann ich einpacken.

FvS: Hm, hm. Kenn´ ich, kenn´ ich. Ihr wisst ja, wenn ich meine Gedanken nicht fassen kann, ich hab´ dann....

       die Möglichkeit der Flucht... und dies Jahr... war ich.... nur auf der Flucht. Kein Gedanke, keine Ideen,

       keine Geschichten. Da bin ich eins mit Snej.

DP: Na ja, bei so viel Flucht bin ich froh, das du uns, Jens, mit dem Blog über Wasser gehalten hast.

SN, FvS: Da stimmen wir zu. Dank, dank mein Lieber.

JL: Okay Freunde, vielen Dank. Ich habe auch etwas vorbereitet. Es ist ja die Zeit für Jahresrückblicke und mein

      Fazit für diese Jahr ist: Es war ein furchtbares Jahr. Was sagt ihr?

Alle: Müssen wir dir leider zustimmen, leider.

JL: Um das jetzt nicht so einsam und verlassen im Raum stehen zu lassen, es war ein furchtbares Jahr, habe

     ich die Geschichte " Der Wind und der Löwe " , ihr wisst, mein Nonplusultra des Abenteuerfilms, umgeschrieben.

      Da sind nämlich paar Dialoge drin, die schön zu unserem Fazit passen. Gespannt? Ja? Seid ihr bereit?

      Dann sage ich schon einmal Tschüß 2015, hallo 2016, Prost Kaffee, Tschüß euch allen und einen guten

      Rutsch ins neue Jahr. Meine Geschichte heißt:

     

      Die Winde und das Kaninchen

 

      Ein Friseur, genannt " Der Rasierer " dringt in einen fremden Friseurladen ein. Er hat noch seine Cowboykluft

      an, denn er kommt vom Vereinstreffen des Cowboyvereins " Blaue Bohne ", Sektion Mümmelmannsberg-Süd,

      in dem er Sheriff ist. Er möchte mit der Pediküre eine Termin vereinbaren, und wie er so mit Hut und Colt vor

      ihr steht, erschrickt sie gewaltig und vergibt in ihrer Furcht einen Termin, der eigentlich für die gefürchtete  

      Patriarchin der Friseurladenkette, Madam Lekrem, bestimmt war.

      Später, als sie ihren Irrtum erkennt und dies Madam beichtet, wird diese furchtbar zornig und schreit:

      " Die Pediküre kommt zu mir und der Rasierer soll sich einen anderen Termin geben lassen. Und wenn er auf

      seine Termin beharrt, werde ich seinen Chef anrufen, damit er den Rasierer entlässt. " Dies mündete in dem

       Schlachtruf: Die Pediküre zu mir oder der Rasierer wird entlassen.

       Beim nächsten Cowboytreffen gesteht er seinen Kumpels sein Dilemma: 2015 war ein furchtbares Jahr

       und nächstes Jahr wird noch schlimmer. Die Kumpels lachen und sagten, er solle sich noch ein Bier

       aufmachen und nicht so ein Trübsal blasen.

       Dadurch ermutigt begehrt der Rasierer auf und beharrt auf seine Termin, denn er hat ein Vorstellungsgespräch

       für eine Stelle als Konditor, ein Beruf, von dem er auch nichts versteht.

       Daraufhin setzt sich die Unglückskette in Bewegung. Madam Lekrem ruft den Chef des Rasierers an, dieser

       wird daraufhin entlassen, muss dann den Termin mit der Pediküre sausen lassen, bekommt auch die neue

        Stelle nicht. Wütend und enttäuscht setzt er folgenden Brief an Madam Lekrem auf:

 

       Madam Lekrem,

        Sie sind wie die Winde in der Hose und ich bin wie ein ängstliches Kaninchen. Sie lassen üble winde frei

        und der schlechte Geruch gerät in meine Nase. Ich fiepe in meiner Wut, doch mir wird übel und ich muss speien.

        Doch wie die Winde in der Hose werden Sie vergehen und niemand wird noch Notiz von Ihnen nehmen.

        Ich jedoch muss, wie das Kaninchen, hierbleiben und sehen, wie ich den Schweinkram, von Ihnen

        verursacht, wieder wegmachen kann.

 

        Mathias Roll, genannt " Der Rasierer ", Sheriff des Cowboyclubs " Blaue Bohne " Sektion

        Mümmelmannsberg-Süd. 

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