In der Wortundbildschmiede - Teil 6 -Snej interviewt Jens

" So Jens, ich wurde bestimmt, mit dir über deine Geschichten zu sprechen. Du weißt, dass ich mit deiner Einstellung manchmal nicht klarkomme, aber einiges möchte auch ich wissen und deshalb ist es nicht ganz so schlimm."

" Ich hoffe, es ist gar nicht schlimm. Bisher haben wir doch nicht nur gut zusammengearbeitet, sondern auch sonst....ging es doch .....,oder?"

"Ja, ja, schlimm war auch nicht der Ausdruck......, okay, pass´ auf, ich stell´ jetzt eine Frage. Erstmal literarisch. Als was für eine Form würdest du diese Geschichten beschreiben und warum diese Form?

"Ich lasse diese Geschichten als Erzählung durchgehen, um sie zu klassifizieren, als Form sind sie Papier gebrachte Gedanken. Ich könnte die Form nicht genau festlegen."

" So haben wir sie auch vorgestellt. Sind sie nicht sehr düster oder sogar deprimierend? Hattest du eine schlechte Phase oder warum so.... wie sie sind?"

"Als Gedanken oder als mein persönliches Gedankenkonzept bestehen sie so weiterhin. Das ich heute, vielleicht auch durch euch oder durch das Alter nicht mehr so......, vielleicht hatte ich eine düstere Phase, oder größeren Zorn, aber ich bin froh, es geschafft zu haben, sie so aufzuschreiben. Vielleicht würde ich sie heute viel milder darstellen, obwohl dazu gar kein Anlaß besteht, ganz im Gegenteil."

" Vor meiner nächsten Frage nur kurz nachgehakt, wieso heute anders schreiben?"

" Na ja, es sind Schubladengeschichten. Ich musste sie erst etwas einlagern bis ich durch unsere Zusammenarbeit die Möglichkeit hatte, sie zu veröffentlichen."

" Okay, das dazu, aber trotz der Möglichkeit, sie heute anders zu schreiben, meinst du wir hätten diese Geschichten so verdient?"

" Was heißt verdient? Es sind ganz einfach meine Gedanken zum Zustand auf diesem Planeten, etwas abseits der Tagespolitik, und jeder wird aus seiner Lebenssituation seine Sichtweise haben. In diesem Fall sprechen wir ja über die Geschichte  " Das Schattenreich".

" Ja, das ist richtig. Wenn man diese Geschichte liest, finde ich, hast du den moralische Finger ganz hoch gestreckt und es sieht etwas gottlos aus."

" Dieser moralische Zeigefinger bringt mich auch in ein großes Dilemma, da ich natürlich diesem Anspruch nicht gerecht werden kann, die Messlatte ist zu hoch. Andererseits, du hast zwar so nicht gefragt, möchte ich dazu sagen, dass es im Grunde bzw. es ist gedacht, das diese Geschichte positiv sein soll und zwar in dem Sinne, dass die Menschheit sich bewußt werden sollte, das nur sie es in der Hand hat, das Leben für alle lebenswert zu machen. Grundsätzlich ist der Planet Erde ein wundervoller Ort und er ist der Einzige. Sich aus diesem Grund für seinen Erhalt einzusetzen, ist doch positiv. Und nicht nur für die nächsten Generationen, die wir überblicken können, sondern für viele Generationen, die nach uns kommen. Denen kann man nicht einfach ein Leben auf einem lebensfeindlichen Planeten anbieten, sofern dies überhaupt machbar sein wird, nur weil man auf der Erde soviel Murks gemacht, dass hier nichts mehr möglich ist. Aber ich will meine Geschichten nicht wiederholen......".

" Ich wollte auch gerade eingreifen, aber .... , du wolltest noch etwas.......

" Nur noch den Satz, deshalb habe ich ein Gedankenszenario gewählt, in dem nicht wie in Glaubenslehren, ein Übergeordnetes Wesen für Ordnung sorgt, sorgen könnte, sorgen will, wann immer es irgendwann Zeit hat, sondern wir selbstverantwortlich handeln. Auch wenn es den Anschein hat, es soll keine Untergangsschrift sein. Und das ich nicht gottlos bin, aber ich möchte mich nicht rechtfertigen.

" Nee, brauchst du auch nicht. Und ob du glaubst oder nicht, hat mit der Aussage auch nichts zu tun.

Jetzt zu einem Detail, der mich berührt. Diese drei Zeichnungen, ich muss sagen, gut gut, ich hier als Illustrator...., bin schon..... etwas ....... eifersüchtig. Selbst ...... gezeichnet?"

" Ja, ja, wirklich. Vorweg, diese Zeichnungen sind nicht für das Buch entstanden, sondern nur dafür genommen, sind beide unabhängig entstanden. Und ich habe einen ziemlich schweren Stift geführt, war immer ziemlich, mental sagt man jetzt ja, geschafft, wenn es dann fertig und eben auch ... gelungen war.

" Ist schon gut, passt schon. Geben mir immer einen .... Antrieb, für die Arbeit, weißt du, das handwerkliche. So, meine Neugierde ist gestillt und damit schließen wir das ab, ja?

" Ja, danke, mein Lieber, das ich die Gelegenheit hatte, etwas zu meinen Geschichten zu sagen. Ging doch gut, fand ich."

 

 

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