In der Wortundbildschmiede - Teil 5 - " Die ewige Rede"

Heute können Sie die Rede des Frei-Herrn vom Sinneswandel lesen, die er in einem größeren Rahmen vor Freunden der Literatur gehalten hat.

Anlass war die Rückkehr des Frei-Herrn von einer  Reise an die " Gestaden des reinen Wahnsinns" , wie er sich ausdrückte. er hat auf dieser Reise Menschen aufgesucht, die etwas mitteilen wollten und ob sie daran aus Unvermögen scheiterten, eine vernünftige Geschichte zu erzählen wie ihre große Vorbilder, die sie tief vergraben in ihren Namen tragen oder ob sie doch bei vollem Bewusstsein diesen Irrsinn verzapften, man weiß es nicht. Allerdings fielen diese Geschichten beim Frei-Herrn auf fruchtbaren Boden, denn....... aber lesen Sie.

Es erhob sich  wie immer verhaltener Applaus, als der der Frei-Herr sich erhob, denn seine Reden sind berühmt berüchtigt, scharfsinnig

und scharfzüngig und hart attackierend meist am Thema vorbei.

 

Liebe Gäste, liebe Freunde,

 

ich hoffe, wenigstens Sie wissen, warum wir heute zusammengekommen sind, ich jedenfalls nicht, mir sagt ja keiner was. Daher komme ich auch sofort auf den Punkt und stelle die Grätchenfrage: Wem sitzt sie heute quer im Hals?

Das ist natürlich Quatsch, und das ist gut so, denn aus dem Grunde sind wir ja.

Nein, vielmehr ist es doch so: Sinn oder Unsinn,..... aber das ist hier keine Frage, da die Antwort klar auf der Hand liegt: Ja, fürwahr oder akademischer ausgedrückt. Wenn nicht heute, wer bist dann du?

wobei wir auch gleich beim Schlüsselthema sind, was mir besonders am herzen liegt. Denn, wenn das die Kernaussage ist, wie sieht es dann erst an der Peripherie aus?

Sollten wir angesichts solcher wuchtigen Einschläge in unsere Gedankenwelt verzagen, so können wir uns dadurch stärken, indem wir standhaft nachfragen: Das kann doch wohl nicht alles gewesen sein?

nun gibt es einige Zeitgenossen, ich will hier und jetzt auch keine Namen nennen, nicht wahr Herr Möller-Lügenbold, die ,auch wenn sie nackt in der Wanne sitzen, noch Haltung bewahren. doch sollte man gerade hier der Versuchung widerstehen, diesen Mitmenschen in die Tasche greifen zu wollen, denn eine Tatsache ist gewiss: Schäume können schmutzig sein.

Ein Beispiel aus jüngster Vergangenheit mag dies deutlich aufzeigen, wir alle kennen diese Situation, und gerade weil die meisten betroffen sind, will nachher keiner gewesen sein. Hier setzt auch meine ganz persönliche Kritik an. So nicht und nicht mit mir.

Aber darum geht es heute ja nicht, liebe Gäste, und die, die mich kennen, wissen, ich kann auch anders. Allerdings weiß ich das nicht, aber wer kennt sich schon.

Vielmehr möchte ich zum Wesentlichen kommen. Wenn wir einmal alle Banalitäten ausklammern, dann sieht man sie doch offen vor uns liegen. die Fragen, die uns alle berühren. wir brauchen sie doch nur zu stellen.

Aber......., ja liebe Gäste, nicht zu früh gefreut, es folgt ein aber, denn, eine einzige Frage unvorsichtig gestellt, und es wird sich ein Sund an neuen Fragen auftun, denn wie wir aus der Geschichte wissen, gibt sich der Moloch Verantwortung nicht mit ein paar läppischen Frägelchen und Anwörtelchen zufrieden.

 

Doch wer und woher?

Nun ja, wer, weiß ich im Einzelnen auch nicht, aber woher, nämlich....., ich weiß, sie lächeln, weil sie ja meine ewige Antwort darauf wissen, aus Büchern. aus Büchern, die man lesen sollte. Denn meine liebe Gäste. lesen ist......., ja, lesen ist, ist, ist wie....... .

Schreiben. Schreiben ist ja auch solche Sache. wie man es auch betrachtet, so vielfältig der Gedankenblitz einschlägt, so vielfältig wird er zu Papier gebracht. Und dort auf dem Papier könnten wir einige, nicht alle, das gebe ich zu, Antworten finden, die uns

weiterhelfen, vielleicht auch die, das die Antwort nicht zwingend zweiundvierzig sein muss. Daher verneige ich mich vor dem

geschrieben Wort. ( Der Freiherr verbeugte sich und machte einen etwas ungelenkten Kratzfuß ).

Mehr ist dazu nicht zu sagen, und ich danke Ihnen für Ihre Geduld. Ein Rat zuletzt: Vergesst nicht, das.......äh,........ das, Moment, was war das noch, ach ja, nicht vergessen, das...... Himmel, schon wieder kurz vor Schluss......hab´ ich doch glatt den blauen, quatsch, den grünen, wurscht, also das Garnknäuel , das Tau.... die Leine.......verloren..... ihr solltet doch nicht vergessen.....ach, vergesst es.

 

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