In der Wortundbildschmiede - Teil 2 - Gespräch mit der "Perle"

JL: Hallo Perle, du hast da ein wichtiges Dokument in der Hand?

DP: Naa? Jens? Angst?

JL: Nein, nie. Du weißt doch: angst essen Seele auf und ich habe keine mehr. Verkauft an einen Schlachter, mit Hörnern, Hufen und Schwefeldunst.

DP: Du machst dich härter als du bist, du Feigling.

JL: Sag so etwas nicht. Ich will nur vorbereitet sein. Ich muss mich gleich mit Snej zusammensetzen. Ist das etwa kein Mut?

DP: Na ja, akzeptiert. Hattet ihr nicht vor Kurzem......

JL: ja, du hast recht, da war was.

DP: Was lag an?

JL: Hu, ich will nicht sagen, das Übliche. Er beklagte sich, dass keine Einnahmen fließen.

DP: Da geb´ ich ihm recht. Fließen ist wirklich nicht der richtige Ausdruck.

JL. Sooo? Wie würdest du es denn beschreiben.

DP: Ich will das mal so ausdrücken: Die Wortundbildschmiede ist der Wadi unter den Künstlerbetrieben.

JL: Der... Wadi. Das ist......auf jeden Fall. Wenigstens erkennt man an der Wortwahl, wo du arbeitest. Wenn wir uns guten Einfluss auf dich

    zuschreiben dürfen.

DP. Du darfst, mein Lieber.

JL: Vielen Dank. Normalerweise würde man sagen, der Betrieb ist tot, in unserem Fall sogar tot geboren, Aber, liebe Perle, wir sind nicht, ich

    betone, nicht in erster Linie ein Profitunternehmen. Natürlich, es müsste, es sollte, es darf auch ein wenig reinkommen. nichts dagegen.

    Es gibt, denke ich, zwei Möglichkeiten, obwohl es eigentlich keine richtigen Alternativen......

DP: Kommt zum Puuuunkt........

JL: Ja, schon gut. Also, wir treffen den Geschmack der Menschen und werden erfolgreicher als bisher, okay, das ist einfach und dann bleibt

    auch was hängen. Reichtümer sehe ich allerdings trotzdem nicht oder wir begnügen uns damit, das gemacht zu haben, was wir uns vorgestellt

    haben und nur uns wichtig ist.

DP: ja, das ist schon in Ordnung. ich meine, es war doch wohl klar, dass das schwierig werden würde. Und dazu passt, das ich die neue Margen-

     Abrechnung hier habe. Das wichtige Dokument.

JL: Ha, jetzt krieg´ ich doch Angst. Heijeijei. Hört sich nicht gut an. Können...... wir uns davon...... Kaffee kaufen.

DP: Kaffee? Nä. Es langt...... für die Kaffeesahne.

JL: Oh! Das ist....... nicht gerade üppig. Ich drück das mal so aus. eigentlich würde ich lieber in den Wald rennen und Bäume umhauen.

DP. Na, die können nun gar nichts dafür. Nein, nein keine bäume.

JL: Nichts dafür, nichts dafür, irgendeiner muss meinen Frust zu spüren bekommen. Na schön. Disteln. Auch nicht? Brennnesseln, gegen

    Brennnesseln kannst du nichts haben. Verdammt. gras, Grashalme. Fünf Grashalme, nein ich steigere mich, sieben Grashalme werde ich

    ummähen. Wenn ich mich von meinem Schock erholt habe. Puh, das ist ....... alles ...... ganz schön wenig. Das ist Wasser auf Snej´s Mühlen.

DP: Du sagst ihm das, oder?

JL: Natürlich, jeder muss dem ins Gesicht sehen. Ich lass´ mir nicht nachsagen, dass unerfreuliche Nachrichten unterdrückt werden. Da kann

    ich mich ja auf ein interessantes Gespräch freuen. irgendwann springt er ab.

DP: Ach was. Er bellt immer nur, beißt aber nicht.

JL: Außerdem hält ihn die Freundschaft zum Frei-Herrn ja bei uns. Wann wollte der eigentlich mal wieder vorbeischauen, unser Freigeist, Herr

    von Raum und Zeit.

DP. Probst du den Aufstand?

JL: Wo denkst du hin. Oh, ich freu´ mich so auf ein Wiedersehen mit dem großen Erzähler von......

DP: ich sehe schon, du brauchst mal ne´ Abkühlung. Ich lass´ dir mal die Abrechnung hier, dann kommst bestimmt wieder runter.

JL: Wenn man sich schon mal selber aus der Depression raushelfen will. tschüß perle.

 

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